In vielen solchen und ähnlichen Fällen kann das Centre de
Formation eine echte und gute Lösung sein. Als Krisenintervention
wird sehr oft eine räumliche Trennung von einem belasteten Umfeld empfohlen;
weg von eingefahrenen Verhaltensmustern und weg von einem unerträglichen Spannungsfeld.
Aber wohin? Wo finden die jungen Menschen geeignete Orte, wo sie neue Impulse erhalten, wo
sie ihre Persönlichkeit stärken können und wo sie vielleicht sogar neue
Zukunftsziele in sich entwickeln können?
Dies ist das grundsätzliche Ziel des Centre de Formation:
Eine "pädagogische Provinz" zu schaffen mit einem anregenden und interessanten
Betrieb, der den Jugendlichen während der schwierigen Zeit der Pubertät völlig
neue und abwechslungsreiche Impulse bietet. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf einen
rhythmischen Tagesablauf und auf eine solide
Schulbildung gelegt. Der pädagogische
Hintergrund unserer täglichen erzieherischen Arbeit bildet die anthroposophische
Menschenkunde von Rudolf Steiner. Anknüpfend an die Erziehungsideale von Johann
H. Pestalozzi, der eine ausgeglichene Bildung von Kopf, Herz und Hand anstrebte, erachten wir die
Förderung und Stärkung der persönlichen Willenskräfte
als vordringliches Ziel.
Der Aufenthalt im schönen Centre de Formation wird durch die Begegnung mit einer
anderen Kultur für alle jungen Menschen zu einer sehr wertvollen Erfahrung werden.
Damit wird aber auch vermieden, dass die Jugendlichen das Gefühl bekommen, bloss
abgeschoben worden zu sein in ein "Heim für hoffnungslose Fälle".
Sie verlieren auf diese Weise auch nicht das Gesicht vor ihrem Bekanntenkreis, da der
Aufenthalt hier als Fremdsprachjahr deklariert werden kann.
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