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Heute ist Mittwoch. Yeah! Heute gehen wir den ganzen Nachmittag reiten. Aber, wie so
oft im Leben gilt auch hier, zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Am Vormittag
hatten wir nämlich zuerst noch ganz streng Schule und viele andere Pflichten zu
erledigen. Dann folgte die Mittagspause, und endlich, etwa um 14:00 Uhr, fuhren wir
Richtung Arques zu unseren Pferden.
Als wir beim Reitstall ankamen, waren die Pferde schon gesattelt. Wir zogen die
Reithelme an und der Besitzer fragte uns, wer schon geritten sei. Elli, die die
grösste Reiterfahrung hatte, bekam ein graues, etwas nervöses Pferd.
Friederike bekam ein beiges, auch ein etwas störrisches, Bela ein ganz helles,
es hiess Albina, Gregor ein braunes schweres und ich ein hellbraunes, ganz liebes
Pferd. Als das Zaumzeug unserer Grösse angepasst war ging es los. Noch etwas
unsicher im Sattel, wurden wir von unserem Führerdurch eine sehr
eindrückliche und wundervolle Landschaft geführt. Es war wundervoll!

Die Pferde gingen im Schritt, und plötzlich fing Belas Pferd einfach an zu traben.
Der Besitzer versuchte die ganze Zeit mit uns zu sprechen, Englisch, etwas Deutsch,
dann wieder Französisch. Und schon fingen die Pferde an zu laufen! Etwas
ängstlich hielt ich mich am Anfang noch am Zügel und am Sattel fest, doch
immer mehr war ich mit dem Pferd vertraut und konnte lenken. Es war einfach traumhaft.
Und die zauberhafte, wilde Gegend! Ueberall roter Sand, Bäume, Sträucher,
Steine. Ich fühlte mich fast wie ein "Cowgirl".
Wir ritten zuerst bergfauf und gelangten zu einem Höhenzug mit herrlicher
Aussicht. Zwischendurch trbten oder galoppierten wir, und man musste schon sehr gut
im Sattel sitzen, um bei schnellem Galopp nicht runterzufallen. Später ging es
wieder bergab. Bergab reiten war schwieriger, man musste ganz stark zurücklehnen.
An einem Ort war es sogar so steil, dass die Pferde immer wieder rutschten.

Auf dem Rückweg, als wir alle nach viel Stunden reiten schon sehr gut im Sattel
sassen, wurde es am schönsten! Wir galoppierten im Wettgalopp über eine
Wiese auf eine alte Katharrerburg zu. Der Wind blies uns ins Gesicht und man hörte
die Hufe der Pferde aufschlagen.
Leider wurde es bereits Abend und wir mussten umkehren. Am Ort angekommen, wurden
die Sättel weggeräumt und die Pferde gefüttert. Nachher führten
wir die Pferde zur Weide, wo sie sich sofort im Sand wälzten. Dann streichelten
wir noch das Fohlen, das mir in den Finger biss und nicht mehr loslassen wollte.
Am Abend gingen wir dann mit etwas Rückenschmerzen, aber glücklich und
zufrieden, ins Bett, mit der grossen Hoffnung, dass wir bald wieder in dieser
schönen Gegend einen längeren Reit-Treck machen dürfen!
Livia R.
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